Kirchner in Burgstaaken - Audioguide Fehmarn

Shownotes

Ernst Ludwig Kirchner war einer der bedeutendsten Expressionisten im 19. Jahrhundert. Seine Sommer auf Fehmarn bezeichnete der Maler als Paradies. Hier auf Fehmarn entstanden mehr als 120 seiner Bilder. Der „Hafen von Burgstaaken“, ein Ölgemälde auf Leinwand aus dem Jahr 1913, ist ein Bild voller farblicher Ausdruckskraft und Energie. Die Reproduktion, die seit 2025 am Hafen zu betrachten ist, wurde von der Fehmaraner Künstlerin Miriam Lange geschaffen.

Der Audioguide Fehmarn ist ein Angebot vom Tourismus-Service Fehmarn. Über 30 Hörstationen machen die Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten der Insel Fehmarn zu einem hörbaren Erlebnis. Die Audioguide-Stationen sind vor Ort ausgeschildert und können online angehört werden.

Informationen zu unserem Audioguide: www.fehmarn.de/audioguide

Alles rund um den Urlaub auf der Insel Fehmarn: www.fehmarn.de

Jetzt Urlaub auf Fehmarn buchen: www.fehmarn.de/online-buchung

Folgt uns in den sozialen Medien: www.instagram.com/fehmarn.de www.facebook.com/sonneninsel.fehmarn www.youtube.com/user/OstseeinselFehmarn www.pinterest.de/sonneninselfehmarn

Redaktion: Tourismus-Service Fehmarn Text & Stimme: Claudia Maschner Schnitt & Ton: Moritz Raestrup

Transkript anzeigen

00:00:02: Sommer auf Fehmarn.

00:00:04: Für den Maler Ernst Ludwig Kirchner waren es Sommer wie im Paradies.

00:00:09: Kirchna war einer der bedeutendsten Expressionisten im zwanzigsten Jahrhundert und viermal verbrachte der Künstler seine Sommermonate auf der Insel.

00:00:19: Nur wenige Feriengäste oder Reisende kamen zu dieser Zeit, und so war Kirchnar fasziniert vom ursprünglichen Charakter.

00:00:32: Hier auf Fehmarn entstehen mehr als onehundertzwanzig seiner Werke.

00:00:37: Eines davon ist der Hafen von Burgstarken, ein Ölgemälder auf Leinwand aus dem Jahr nineteenhunderteizehn.

00:00:45: Leuchtende Farben, kräftige Pinselführung – Der Hafen Von Burgstaken ist ein Bild voller Kraft und Energie, der expressionistische Stil deutlich zu sehen!

00:00:57: Eine Reproduktion können wir heutzutage sogar direkt auf einem Gebäude am Hafen betrachten.

00:01:02: Die Femerana-Theatermalerin Miriam Lange hat es dort im Jahr twenty-fünfundzwanzig auf die Wand aufgemalt.

00:01:10: Mit dem ursprünglichen Gemälde fängt Kirchner eine lebendige Hafenszene aus dem Jahr nineteenhundertdreizehn ein, im Vordergrund zwei Segelboote und das Deck mit Kajüte eines weiteren Schiffes.

00:01:23: Von diesem Schiff aus hat der Künstler beim Malen – und wir als Betrachter eine besondere Perspektive!

00:01:29: Die breiten, geschwungenen Linien der Segel und des Wassers scheinen die Bewegung durch Wind und Wellen wiederzugeben.

00:01:37: Zwei Schiffer sind zu erkennen – auf dem Hafengelände zwei weitere Menschen.

00:01:42: Im Hintergrund des Bildes hat Kirchner Gebäude unterschiedlicher Größe und Form gemalt.

00:01:47: In ihren Gelbtönen wirken sie warm und geradezu einladend.

00:01:52: Doris Klemmtner vom Ernst Ludwig-Kirchner Verein in Burg kennt die Geschichte des Bilds.

00:01:57: Das Bild, was Sie hier sehen ist sein erster Eindruck.

00:02:00: Denn damals fuhren nur Boote nach Femern und so hat er den Hafen empfunden in seiner wunderbaren Naturschönheit, obwohl es schon ein wirtschaftlicher Hafen

00:02:10: war.".

00:02:11: Das ganze Bild spiegelt die lebendige aber aus heutiger Sicht trotzdem noch beschauliche Atmosphäre des Ortes wieder der zu dieser Zeit ein wichtiger Fischereihafen ist.

00:02:21: Auch für den Warentransport Richtung Festland ist Burgstarken damals von Bedeutung und durch seine Anbindung an die Inselbahn.

00:02:28: Teile dieser alten Gleise sind heute noch zu sehen!

00:02:32: Das Ölgemälde, das Kirchner im Jahr nineteenhundertdreizehn malt zeigt seine stilistische Entwicklung in dieser Zeit.

00:02:39: Die von ihm mitgegründete Künstlervereinigung Die Brücke wird sich wegen Unstimmigkeiten auflösen Und so kann Kirchener sich freier entwickeln.

00:02:49: Er hat seinen Wohnsitz nach Berlin verlegt und seine Kunst zeigt dort immer öfter die Hektik der Großstadt.

00:02:56: Aber nach wie vor findet der Künstler auf der Insel einen Ausgleich zum unruhigen, getriebenen Leben in der Hauptstadt.

00:03:04: Fern vom Druck von Berlin, vom Großstadtleben, den Spannungen auch der Berliner Kunstszene fühlte er sich auf jemand freier Konzentrierte und innerlich ausgeglichener.

00:03:14: Diese besondere Stimmung prägt seine Arbeit.

00:03:17: Auf Fehmarn, so schreibt Kirchner später, kann er am natürlichsten, am intensivsten malen.

00:03:24: Im Südosten der Insel, am Staberhuck wohnt er mit seiner Lebensgefährtin und oft begleitet von Freunden im Haus des Leuchtturmwerters.

00:03:33: Im nahegelegenen Waldstück und am Strand genießen sie das harmonische Sommerleben.

00:03:41: Der Maler steht früh morgens auf, um zu zeichnen und an Holzplastiken zu arbeiten.

00:03:47: Zu Fuß besucht er die umliegenden Dörfer und auch Burg und Burgstarken.

00:03:52: Ein Gefühl der Freiheit, der Leichtigkeit und Lebensfreude spiegelt sich in seinen Bildern.

00:03:58: Besonders auffällig ist die Entwicklung seiner Farbpalette.

00:04:01: statt dunkler, schwerer Töne verwendete er nun leuchtende klare Farben, die vom intensiven Küstenlicht geprägt waren Kräftiges Ultramarinen, strahlendes Gelb, türkis.

00:04:12: Helle Grüntöne und warme Orangetöne bestimmen ganz viele seiner

00:04:17: Fehmarnwerke.".

00:04:19: Aber im folgenden Sommer, hier kommt Ernst Ludwig Kirchner zum letzten Mal nach Fehmaren.

00:04:25: Jehe beendet der Ausbruch des Ersten Weltkriegs seinen Aufenthalt.

00:04:30: Immer wieder hatte er sich wohl an seine Sommer auf der Ostseeinsel erinnert.

00:04:36: Der Familie des Leuchtturmwärters war er lange Zeit freundschaftlich verbunden.

00:04:40: »Ninzehntundundzwanzig«, schrieb er an einen Freund.

00:04:44: Ich habe dort oben noch einiges zu tun – auch möchte ich die alten Städten gern wiedersehen, wo man so glücklich und einfach lebte!

00:04:52: Ich freue mich darauf, wieder mal richtige Bäume mit Ästen zu sehen und zu mahlen und die Bucht und die schönen alten Kirchen- und Windmühlen.

00:05:01: Aber zurück in sein irdisches Paradies findet Kirchner Zeitlebens nicht mehr.

00:05:07: Das Wirken und Leben des Künstlers dokumentiert der nineteenhundertzweiundneinzig gegründete Ernst Ludwig-Kirchner Verein in einer Dauerausstellung in Burg – und erinnert anhand von Dokumenten, Fotos und Reproduktionen an die Schaffenszeit des Künslers auf Wehmarn.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.